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Ratschläge für Angehörige

ohne Namen, aus dem Englischen

Lacht nicht über das, was wir sagen, macht keine dummen Bemerkungen, auch wenn es ein Witz sein soll. Wir sind leicht verletzlich.
 
Knallt nicht mit den Türen und schreit nicht. Wir sind sehr empfindlich gegen laute Geräusche und möchten uns nicht so fühlen, als wenn ihr uns hasst, wenn ihr laut seid.
 
Versteht, dass wir manchmal verwirrt darüber sind, wer wir sind und wie wir in unsere Familie passen. Diese Unsicherheit kann uns dazu verleiten, schreckliche Dinge zu sagen, die wir gar nicht so meinen. Wir bereuen das später.
 
Manchmal möchten wir nicht mit euch zusammen sein. Respektiert das, auch wenn es für euch keinen Sinn macht.
 
Manchmal möchten wir uns vergewissern, dass alles in Ordnung ist, dass die Welt nicht untergeht und dass wir sicher sind. Wir können nichts gegen unsere Ängste tun, und es verletzt uns, wenn ihr unsere Ängste nicht ernst nehmt.
 
Vielleicht habt ihr uns verletzt, oder ihr habt es nicht verhindert, dass uns jemand anderes verletzt hat. Erlaubt es uns, wütend auf euch zu sein und unsere Gefühle auszudrücken, auch wenn es euch nicht gefällt. Wenn ihr etwas falsch gemacht habt, gebt es zu und entschuldigt euch.
 
Setzt uns nicht unter Druck mit Sätzen wie "Wenn du damit nicht aufhörst, dann...". Das wird uns nur veranlassen, weniger mit euch zu reden.
 
Sagt niemals "Warum tust du mir / uns das an!?" Wir verletzen uns nicht selbst, um euch weh zu tun. Selbstverletzung hat nichts mit euch zu tun, nur mit uns selbst.
 
Respektiert, dass wir das Recht zu entscheiden haben, ob wir euch unsere Wunden und Narben zeigen wollen. Zwingt uns nicht dazu.
 
Versteht und respektiert, dass ihr nicht wisst, wie es ist, wie wir zu sein. Ihr lebt nicht unser Leben.
 
Wir gehen mit Dingen anders um als ihr und anders als ihr es für uns ausgesucht hättet. Ihr müsst wissen, dass wir versuchen, einen besseren Weg zu finden.
 
Vertraut uns, denn wir wollen, dass es uns besser geht. Wir leben nicht gerne so, wie wir es tun. Vielleicht haben wir auch Angst davor, dass es uns besser geht, weil wir das nicht kennen. Aber innerlich möchten wir, dass es uns besser geht.
 
Ihr müsst wissen, dass wir eure Hilflosigkeit verstehen, dass wir aber zu schwach sind, um euch beruhigen oder unterstützen zu können.
 
06.05.2002
 
 

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