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Unsichtbarer Schrei - Gedichtesammlung

Stürmische Seele, 16 Jahre
 

    Unsichtbarer Schrei

    Ich gebe euch nicht die Schuld
    Denn ihr wart nie für mich da
    Die Schreie meiner Seele
    Nach Liebe
    Werdet ihr nie sehen
    Keiner von euch
    Sieht die blutigen Spuren
    Denn wer nicht sehen will
    Wird auch nie sehen!
    Wer seid ihr überhaupt?
    Eltern? Nein!
    Höchstens Erzeuger!
    In all den Jahren
    Nicht mehr als oberflächliche Liebe...
     
    25.10.2003

     

    Einfach fallen lassen

    Die Nacht reißt mich in die Tiefe
    Ich stürze in die Schlucht
    Stundenlang falle ich
    Wie ein Laubblatt,
    Das vom Wind getragen wird
    Sehe kein Ende kommen
    Angst umgibt mich
    Wie tausende von Geiern
    Und doch hoffe ich
    Den Aufprall nicht zu spüren
    Mein Schmerz,
    Er kann nicht noch größer werden
    Stürze nicht mehr, schwebe,..
    Sagtest du nicht einst zu mir,
    dass ich mich fallen lassen soll?
    Nun falle ich,
    Seelenlos. Tot.
     
    09.11.2003

     

    Und aus...

    Einmal durch die Straßen spazieren
    Mitten in der Nacht Gärten sehen
    Schatten und Angst realisieren
    Durch schmale Straßen gehen
    Tod vor den Augen, im Gesicht
    Leises Atmen, der einzige Ton
    Farben, Wärme spürt man nicht
    Man vereinsamt schon
    Lieber sterben, als allein sein
    Wunden, die niemals heilen
    Rennen, flüchten und schrei'n
    Nicht noch länger hier verweilen
    Wasser, unten und zu beiden Seiten
    Endlich die Erlösung erreichen
    Oben unendliche Himmelweiten
    Springen, ertrinken.. und aus..

     

    Millimeter

    Meine Augen suchen nach ihr
    Sie liegt da vor mir
    Nur wenige Millimeter sind es
    Die mich leiden lassen
     
    Mein Körper bewegt sich zu ihr
    Sie lächelt mich an
    Nur wenige Millimeter sind es
    Die meine Erlösung bedeuten
     
    Meine Fingerkuppen greifen nach ihr
    Sie ist nicht weit weg
    Nur wenige Millimeter sind es
    Die mich vom Glück trennen
     
    Meine Seele schreit nach ihr
    Sie ruft mich laut
    Nur wenige Millimeter sind es
    Die meine Schuld büßen
     
    Mein Gewissen verschwindet wegen ihr
    Sie winkt mir zu
    Nur wenige Millimeter sind es
    Die mich endlos befreien
     
    Meine Arme flüchten vor ihr
    Sie lacht höhnisch
    Nur wenige Millimeter sind es
    Die mich bluten lassen.
     

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