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Unverstanden!

BloodAngel, 17 Jahre

Ich hatte eigentlich eine recht normale und fröhliche Kindheit. War immer (bin) freundlich, hilfsbereit, nett, unbeschwert und habe das Leben in vollen Zügen genossen bzw. genieße es immer noch wenn ich kann. Doch damit ist es seit 1 1/2 Jahren vorbei, den seit diesen Zeitraum cutte ich mich selbst, einer der vielen Auslöser war, dass ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben gestorben ist.
 
Eine Zeit lang war ich auch clean, was mir noch nicht mal schwergefallen ist und ich war echt super Stolz auf mich. Doch gestern bin ich wieder Rückfällig geworden, weil ich einfach nicht mehr konnte.
 
Der Grund: Seit ich in die Oberstufe gekommen bin werde ich total überfordert, nicht das es mir besonders schwer fällt nur habe ich meistens bis 16 Uhr Schule und dann sitze ich noch regelmäßig 2-3 Std. an den Hausaufgaben. Danach bin ich immer total erschöpft und habe Kopfschmerzen vom ganzen Lernen. Dann wird man noch immer Doof von den Lehrern angemacht und richtig beschimpft und das Wort wörtlich ohne Grund.
 
Das habe ich ja noch einigermaßen unter Kontrolle bekommen aber dann kommt noch der ganze Stress mit dem Sport, zu dem ich hin MUSS hinzu, weil mein Vater es so will. Außerdem ist es ihm meistens egal das ich wenn ich gegen 20 Uhr nach Hause komme und total kaputt bin. Dann muss ich nämlich immer noch die HA machen, letztens saß ich bis 23 Uhr daran, was irgendwie zur Gewohnheit bei mir zu Hause geworden ist.
 
Des weiteren habe ich auch so noch Familiäre Probleme. Meine Mutter ist Lungenkrank und zickt mich fast nur noch an. Aber okay hab ich mir gedacht, dass ist nicht leicht für sie und ich kann es ja auch nachvoll ziehen das sie so drauf ist. Wenn man erfährt das man verscheinlich nicht mehr länger als 15 Jahre noch zu Leben hat.
 
Ab da an hatte ich schon das verlangen mich wieder zu ritzen doch habe ich es nicht getan und so alles in mich hineingefressen.
 
Ich kann seit längerem Nachts nicht mehr, wenn es hoch kommt als 4 Std. schlafen und seh- bin dementsprechend auch so drauf. Meine Stimmung schwankt von einer zur anderen Minute um und werd deswegen auch noch angeschrieen. Mit meinem Vater streite ich mich auch nur noch und dann heißt es trotzdem immer:
 
„Wenn du Probleme hast kannst du mit uns über alles reden.“ Dabei wissen sie genau was ich habe und verstehen es trotzdem nicht oder wollen es nicht verstehen.
 
Auch wissen meine Eltern das ich mich gecuttet habe. Ich habe es ihnen gebeichtet und musste versprechen es nicht mehr zu machen. Das habe ich auch getan und das ist der Grund warum ich mich auch dagegen solange gewehrt habe es wieder zu tun. Obwohl es mir dann sicherlich wieder besser gegangen wäre.
 
Endgültiger Auslöser war dann der Streit mit meiner (besten) Freundin, dass gab mir den Rest und ich habe nach den Cutter zurückgegriffen.
 
Gestern hab ich mich dann gecuttet und es ist mir egal das ich rückfällig geworden bin, denn es tut mir gut. Für mich ist es ein unglaubliches befreiendes Gefühl auch wenn ich es mir nur einbilde das es gut ist wenn man sich cuttet. Eins steht aber fest, meine Eltern werde ich mich nicht mehr anvertrauen denn sie haben/ werden mich nie verstehen.
 
Auch meiner (besten) Freundin der ich anvertraut habe das ich mich cutte hat mein Vertauen missbraucht und wie ich herausgefunden habe hat sie mich nur benutzt. Ich werde nie wieder einen Menschen richtig vertrauen können und immer wieder zum Cutter zurückgreifen, davon werde ich, dass ist mir bewusst geworden nicht mehr loskommen können.
 
Auch wenn ich es nicht kann, hoffe ich doch das andere die Kraft dazu haben und denen Wünsche ich von ganzem Herzen viel Glück dabei!!! Danke fürs Lesen.
 
06.09.05
 
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