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MIT DEM TOD FING ALLES AN

niley, 16 Jahre

Bei mir fing alles damit an als ein guter Freund von mir nach einem langen Kampf an Leukämie starb.
 
Er war erst 14 jahre alt und einer der fröhlichsten Menschen die ich kenne.Sein Kampf mit der Krankheit dauerte ein ganzes Jahr.Ein ganzes Jahr voller Schmerzen , Hoffnungen , Besuchen und Tränen.Dann sagte man mir er ist geheilt und ich habe geweint vor Freude doch genau eine Woche später kam dann der Satz , der mein ganzes Leben ruinierte. ,, Ich muss dir was sagen.Er ist letzte Nacht gestorben." Diesen Moment ich werde ihn nie vergessen. Ich ging in Trance und heulend nach hause.Ich war wütend und verzweifelt ich habe mich auf mein Bett gelegt und wollte nur noch sterben.Dann kam die Beerdigung und die gab mir den Rest.Vor seinem Tod und auch weiterhin habe ich mich immer alleine , verlassen und wertlos gefühlt.Als ich dann alles nicht mehr aushielt , ich hasste mich und ich war am Ende wegen seinem Tod , griff ich zum Messer.Erst ließ ich es sanft über meinen Unterarm gleiten doch dann packte mich die Verzweiflung und Wut und ich schnitt und schnitt und schnitt.Es sah übel aus , doch es ging mir besser.Seit langer Zeit konnte ich einfach mal wieder aufatmen.Ich wiederholte diese Prozeduren immer wieder und musste gleichzeitig damit kämpfen , dass niemand meinen Arm sieht.mir ging es dann mittlerweile ein kleines bisschen besser allerdings hasste ich mich immernoch und wollte sterben.Ich ritzte und ritzte weiter und weiter.So das es niemand bemerkte nicht mal meine beste Freundin.Dann ich kam nach den Ferien in die Schule ich setzte mich in mein Zimmer und ahnte nichts Schlimmes.Meine Lehrerin kam hinein fing an zu weinen und sagte das ein Junge von der Schule Selbstmord begangen hat.Kopfschuss!Bis zu dem Moment an in dem ich noch nicht wusste wer es ist war ich nur geschockt.Doch dann kam der Name und ich brach endgültig entzwei.Ebenfalls ein Freund.Ich ging nach hause und konnte gar nichts mehr nicht sprechen nicht weinen nichts.Ich schaute meinen Arm an und suchte nur noch nach einer freien Stelle die ich noch nicht zerschniten hatte.und wieder fing ich an zu schneiden und hörte gar nicht mehr auf. Ein paar Tage später ging ich zu meiner besten Freundin nach hause wir saßen auf ihrem Bett und da sah ich es. Nur ein bisschen unter ihrem Pullover herausschauen tiefe rote Schnitte.So etwas schlimmes hatte ich davor noch nie gesehen obwohl ich das gleiche jeden Tag an mir selber sehen konnte.Ich fragte sie und sie brach zusammen.ich nahm sie in den Arm und in dem Moment wurde mir klar was wir uns antaten.Ich zeigte ihr meinen Arm und wir saßen nur noch da und heulten.Dieses Weinen war das befreienste was ich je erlebt hatte.Natürlich konnte ich nicht von heute auf morgen mit dem schneiden aufhören aber zusammen mit meiner Freundin habe ich es bis heute geschafft die Messer im Schrank zu lassen.Auch wenn ich jetzt noch öfters über Selbstmord nachdenke und es mir oft so schlecht geht , dass ich nicht mehr weiss wie ich mein Leben noch schaffen soll lasse ich die Finger von Messern.Und bitte glaubt mir man kann seine Probleme , Verzweiflungen und alle anderen Sorgen anders lösen als mit Schnitten auch wenn man es sich nicht vorstellen kann. Ich kann es auch meine Seele ist noch lange nicht geheilt und meine Psyche stimmt auch noch nicht
 
aber man kann es schaffen.Glaubt mir und ihr könnt es auch!!!
 
11.04.05
 
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