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Angst, dass ich es nicht schaffe

Mellanie, 13 Jahre

Hallo!
 
Ich heiße Mellanie und wohne in Elmshorn. Das liegt in der Nähe von Hamburg. Ich bin 13 Jahre alt. Ich war vom 10.09.2002 bis zum 23.10.2002 in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Elmshorn.
 
Dort war ich, weil ich abhaue und Aggression gegen mich und andere habe. Als ich dann 2 Tage da war, war ich schon mit einem Jungen zusammen, der da auch ist. Das hat dann mit ihm nicht so ganz hingehauen, und er hat Schluss gemacht. Das tat mir so in der Seele weh, dass ich mich selbst verletzt habe.
 
Damit es nicht so auffällt, habe ich habe ich mich an den Beinen geschnitten, doch da jeden Mittwoch Wiegetag in der Klinik war, und wir dort zum Wiegen die Hosen ausziehen mussten, haben die Betreuer das gesehen.
 
Meine Therapeutin hat mir gesagt, dass ich zu den Betreuern gehen kann, wenn es mir nicht gut geht und mit ihnen reden kann, oder mir einfach einen Eiswürfel holen könnte und ihn auf der Stelle hin und her reibe, wo ich mich verletzen will. Das habe ich dann auch gemacht, doch zwischendurch brauche ich den Schmerz einfach, und dann cutte ich mich wieder.
 
Ich bin seit heute entlassen! Einerseits freue ich mich ja, aber andererseit habe ich Angst es nicht zu schaffen, meine Probleme in den Griff zu bekommen.
 
Meine Eltern haben schon ein paar gute Therapeuten, die mich ambulant behandeln würden, gesucht und ich habe da auch bald ein Gespräch mit denen. Ich hoffe, die können mir helfen.
 
Mit dem cutten aufzuhören wird sicher sehr schwer sein, und ich habe wirklich Angst, dass ich es nicht schaffe und mein Leben lang damit weiter mache. Vielleicht schaff ich es ja auch. Meine Eltern stehen fest hinter mir, und meine ältere Schwester auch, das weiß ich, und das macht mir viel Mut zum weiter machen.
 
Ich möchte, dass meine Nachricht viele SVVler und ihre Angehörigen anspricht, und ihnen vielleicht auch Mut macht, sich an eine Selbsthilfegruppe oder etwas Ähnliches zu wenden.
 
Mein Tipp an die Angehörigen: Versucht nicht einfach nur den SVVler in eurer Familie zu helfen, versucht ihm auch einfach ein paar Möglichkeiten zu verschaffen, wo er sich zurückziehen kann, wenn er Probleme hat. Leg ihm vielleicht ein Telefon ins Zimmer und legt die Nummer des Seelsorgentelefons daneben oder speichert die Nummer ins Telefon ein. So hat es der SVVler einfacher Hilfe zu finden, ohne irgenwelchen großen Aufwand, und er hat immer Hilfe, egal was los ist!
 
23.10.2002
 

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