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meine geschichte

Dominique, 20 Jahre

also, mein name ist dominique, ich bin 20 jahre alt und verstehe mich nicht. d.h. ich denke, ich verstehe mich eigentlich recht gut, bis auf diesen kleinen schwarzen punkt in mir, der mich innerlich zusammenpresst, dass ich kaum luft bekomme und mich gleichzeitig auseinanderzureissen droht. ich kann nicht einfach schreien und alles rauslassen, denn eigentlich nimmt es mir ja die luft zum schreien. wenn ich schneide, ist es der druck auf die haut bis sie reißt wie der innere druck und das blut, wenn es läuft und spritzt, ist wie der schrei, wenn es mich auseinander zureißen droht. es ist strafe und befriedigung in einem. aber ich bin weder mißbraucht worden, noch hatte ich eine schlimme kindheit. ich lebe in einer mehr oder weniger intakten familie, die mich alle sehr lieben. ich habe auch keine probleme mit meinem umfeld, einen normalen freundeskreis, alles "NORMAL" !!!
 
also was stimmt mit mir nicht? ich kann mich daran erinnern, dass ich als kleines kind immer, wenn ich mir weh getan habe, mir auf meine kniescheibe geschlagen habe um mich von andertem schmerz abzulenken. das hat auch geklappt, wenn ich ärger mit meinen eltern hatte. dann habe ich auch mit dem kopf auf die bettkante geschlagen. aber das war als ich wirklich noch klein war... mit 12 jahren habe ich dann angefangen mir die arme mit nadeln aufzustechen oder aufzureißen. mit knapp 13 hatte ich meinen ersten selbstmordversuch. danach habe ich lange zeit nichts gemacht, aus angst es könnte jemand endecken und ich müßte wieder die fragen nach warum, wieso etc. beantworten. dabei war ich mir da selber nicht so im klaren... ich mochte mich einfach nicht! irgendwann mit 16 fing ich dann wieder an. mein damaliger freund machte sich sorgen, aber er konnte mir nicht helfen. statt dessen "kränkelte" er immer wieder, damit ich mich um ihn kümmer. dann kam wieder eine kurze pause. allerdings hatte ich bis auf eine kurze zeit immer wieder "ersatz" für meine "sucht". das waren dannr ichtige drogen, wenn man das so sagen kann. mittlerweile bin ich 20 jahre alt und durch sämtliche mehr oder minder schwer betitelte suchtexesse getingelt. süchtig werden kann man nach allem. was ich suche, weiß ich noch immer nicht. gefunden habe ich auch noch nichts, außer einem haufen scherben hinter mir,wenn ich mich umdrehe und einem nichts, wenn ich nach vorne blicke. schneiden ist nicht mehr aus meinem leben wegzudenken. "und immerwieder kehre ich zurück, im blutrausch unendlich verzückt. meine einzige liebe ist mein schmerz, er ist in mir, er füllt mein kaltes herz.
 
ich will mich nicht akzeptieren, also schneide ich. ich will keine drogen nehmen, also schneide ich. ich will andere nicht durch meine probleme belasten, also schneide ich. ich will inneren schmerz loswerden, also schneide ich. ich will mich bestrafen, also schneide ich... die liste ist endlos. aber ich gebe die hoffnung nicht auf. irgendwo in meinem inneren ist ein funken hoffnung und er lässt mich nicht gehen. ich halte mich fest. an kleinigkeiten wie dieser seite, an einem lächeln von einer fremden person auf der staße, an jeder kleinigkeit. ich hangel mich von heute nach morgen. ich lebe. und jeder der das hier liest auch. WIR LEBEN! und man kann sich wortwörtlich an einem grashalm festhalten, wenn man sieht wie schön dieser halm doch ist, dann will man mehr davon. halt dich fest. an einem grashalm, an einem sonnenstrahl, an einem blatt oder einem schönen schmetterling. denn das kann dir keiner nehmen. nicht mal du selber. es hilft nicht immer, aber das kann nichts. morgen werde ich eine überweisung an eine psychologin bekommen und von daaus in eine "geschlossene" für 2 monate. ich hoffe, so schnell wie möglich... aber eigentlich will ich auch nicht... wenn man mir das schneiden nimmt, was habe ich dann noch? nach 8 jahren? ich werde es schaffen. fürmama, papa, meinen bruder... für einige freunde, die immeran meiner seite stehen, für dich um dir zu zeigen, es kann hoffnung geben und für mich. um mich zu finden. um endlich frei zu sein.
 
ich danke allen die das lesen und mir die chance geben einen weiteren schritt in richtung "befreiung" zu machen.
 
28.07.2002
 
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